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...Geschichte der Juden in Spandau...
Judentum -Das Judentum ist eine der großen monotheistischen Religionen (monotheistisch= an einen persönlichen Gott glaubend) -Das Judentum bedeutet Zugehörigkeit zu einem Volk, das seit 1948 in Israel wieder einen eigenen Staat hat. -Wer eine jüdische Mutter hat, ist somit Jude. -Wer sich zum Judentum bekennt, ist ebenfalls Jude. -Die Nazis waren der Ansicht, dass jeder Mensch, der jüdische Großeltern hatte, Jude war. Das Leben der Juden in Spandau: Vom Mittelalter bis zum Nationalsozialismus In Spandau gab es im Mittelalter die wohl bedeutendste jüdische Gemeinde. 1510 wurden die Juden aus Spandau ausgewiesen. Der Anlass für diese Ausweisung war ein Kircheneinbruch, für den die Juden zur Rechenschaft gezogen wurden. In Wirklichkeit wurde der Einbruch jedoch von einem Christen begangen. Die Juden aber wurden solange gefoltert, bis sie schließlich ein ,,Geständnis" ablegten. Anschließend wurden 38 Juden verbrannt und zwei weitere getaufte Juden wurden enthauptet. Ca. 10 starben an den Folgen der Folter. Die überlebenden Juden wurden aufgefordert Spandau zu verlassen. Erst das Edikt des Großen Kurfürsten von 1671 erlaubte die erneute Ansiedlung von Juden. Allerdings beschränkte er die Anzahl auf 50. Der erste wieder in Spandau lebende Jude war Joseph Abraham im Jahr 1692. Bis 1782 stieg die Anzahl der Juden in Spandau auf 39. 1854 gründete der preußische Staat eine Gemeinde in Nauen, zu der alle aus dem Osthavelland stammenden Juden zählen sollten. Das Interesse der Juden für diese Gemeinde war jedoch nicht sehr groß. 1889 wollten die Spandauer Juden aus dieser Gemeinde austreten, jedoch gelang es ihnen erst 1893/94 nach zahlreichen Verhandlungen. Ab diesem Zeitpunkt begann die Geschichte einer eigenständigen jüdischen Gemeinschaft. 1894-1895 wurde dann eine Synagoge am Lindenufer in Spandau erbaut. Die Juden in Spandau unterschieden sich nun immer weniger von den ,,Nicht-jüdischen-Bürgern". Sie engagierten sich in Vereinen und besaßen bürgerliche Ehrenämter. Die Kinder der jüdischen Familien gingen mit christlichen Kindern zur Schule. Da Spandau aber schon immer eine Militär- und Rüstungsstadt gewesen und nach dem 1. Weltkrieg ganz Deutschland zur Abrüstung verpflichtet war, traten besonders in Spandau soziale Probleme auf. Mussten die Menschen sich einst mit der Aufrüstung beschäftigen, so plagten sie sich jetzt mit der Arbeitslosigkeit herum und wurden immer unzufriedener. So traten schon früh antisemitische Parolen und Handlungen in Spandau auf. Ab 1926 hatte dann der Berliner Gauleiter Goebbels seinen Sitz in Spandau. Daraufhin folgten fast täglich Straßenschlachten und Morde aus politischen Gründen. In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 schien die Integration der Juden dann endgültig vorbei zu sein. Juden in Spandau in Zahlen: 1933 bis heute Die Juden machten nicht mehr als 1 % der deutschen Bevölkerung aus. 643 Juden lebten in Spandau, dies waren ca. 0.49 % der Spandauer. Bis 1945 reduzierte sich diese Anzahl auf ca. 81 Juden. In der heutigen Zeit werden die Juden in Spandau auf 336 geschätzt.
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